Potsdamer Platz – Die Bären gehen um

Interview mit Anne Marburger – Head of Communications & Marketing der Berlinale

 

Auf welche berufliche Laufbahn blicken Sie zurück, bevor Sie Head of Communications & Marketing der Berlinale wurden?
Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Italianistik in Heidelberg und Köln.
Nach dem Studium in Lektoratstätigkeiten in verschiedenen Verlagen, dann Wechsel in den Bereich Filmförderung und Öffentlichkeitsarbeit bei der Filmstiftung NRW und in die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg.


Seit wie vielen Jahren sind Sie bereits Teil des Berlinale-Teams?
Ich bin seit 13 Jahren Teil des Berlinale Teams.


Was macht einen unvergesslichen Kino-Besuch für Sie aus?
Wenn der Film einen selbst und alle, die im Kino sitzen, so berührt, dass man sich danach unbedingt austauschen möchte, wie bei On Body and Soul, dem letztjährigen Gewinner des Goldenen Bären.


Welche Aufgaben und Herausforderungen liegen in Ihrem täglichen Verantwortungsbereich?
Das Team der Kommunikation ist für den gesamten Außenauftritt der Berlinale zuständig. Wir entwickeln gemeinsam mit einer Agentur das jährliche Festivalplakat. Neben der Redaktion und Steuerung aller Online-Kanäle (Berlinale Website, Apps, Social Media, etc.) verantworten wir die Koordination und Herstellung aller Printproduktionen wie dem Berlinale Journal, den Sektionsbroschüren, Bannern, Plakaten u.v.m. sowie Inklusions-Maßnahmen, Merchandising und Medienpartnerschaften.


Was war Ihr persönlich größter Erfolg bzw. das schönste Erlebnis, seit Sie für das Festival tätig sind?
Zu sehen, dass unsere inklusiven Angebote für Menschen mit Einschränkungen dazu beitragen, dass alle am Festivalerlebnis teilhaben können.


Welche Ziele und Strategien liegen im Jahr 2018 im Fokus Ihrer Kommunikation?
Wir optimieren in jedem Jahr unsere Kommunikation, um unseren Besucher*innen das Berlinale-Erlebnis so angenehm und entspannt wie möglich zu machen. Natürlich ist das eine besondere Herausforderung, aber Impulse holen wir uns direkt von unserem Publikum, das wir vor Ort in den Arkaden oder Kinofoyers zu unterschiedlichen Service-Themen befragen.


Wie werden die einzigartigen Bären-Motive auf den offiziellen Festivalplakaten konzipiert und an welchen Stellen sind diese auf dem Potsdamer Platz zu sehen?
2016 hat uns das Konzept der Schweizer Agentur Velvet sehr beeindruckt, weil sie auf wunderbare Art und Weise verstanden hat, Berlin und die Berlinale mithilfe unterschiedlicher Bärenmotive miteinander zu verknüpfen. Die Motive kamen so gut an, dass wir die Agentur auch für die folgenden beiden Jahre verpflichtet haben, die Bären durch bekannte und unbekannte Orte streunen zu lassen. Die Auswahl der Motive hat uns – wie in den vergangenen Jahren – riesigen Spaß gemacht und wir hoffen, dass unser Publikum so begeistert ist wie wir.
Die Plakate werden rund um den Potsdamer Platz und berlinweit ab Ende Januar zu sehen sein. Darüber hinaus sind alle Berlinale-Spielstätten ebenfalls mit großen Motiven der Serie versehen.


Wo wird es die offiziellen Festivalplakate mit den sechs unterschiedlichen Motiven für das Publikum zu kaufen geben?
Wer möchte, kann die Plakate in unserem Merchandising Shop in den Potsdamer Platz Arkaden oder online unter berlinale.de/shop kaufen – wir haben aufgrund der riesigen Nachfrage der vergangenen Jahre unsere Auflage erhöht. Darüber hinaus haben wir wieder ein tolles Merchandising-Sortiment zusammengestellt. Es lohnt sich also auf alle Fälle, in den Arkaden vorbeizuschauen oder sich im Berlinale Online Shop inspirieren zu lassen.


Was macht die Verbindung Berlinale und Potsdamer Platz so besonders?
Im Berlinale Palast wird die Berlinale eröffnet und es finden tagtäglich dreimal glamouröse Red Carpet Premieren statt. Auch der Goldene Bär und die Silbernen Bären werden im Haus am Marlene-Dietrich-Platz vergeben. Darüber hinaus ist das CinemaxX als eine der wichtigsten Spielstätten in kürzester Laufnähe für die Kinofans erreichbar. Viele wohnen in Hotels rund um den Platz, können aber auch den Potsdamer Platz als Verkehrsknotenpunkt nutzen, um von hier aus bequem überall hinzukommen. Die Infrastruktur hier am Platz ist so hervorragend, um ein Festival dieser Größe erfolgreich durchzuführen.


Was assoziieren Sie, abseits des Festivals, mit dem Potsdamer Platz?
Historie einerseits, Metropolenstimmung andererseits. Er ist wahrscheinlich einer der bewegtesten Plätze Berlins. Ganz plastisch sieht man dies anhand des Gemäldes „Potsdamer Platz“ von Ernst Ludwig Kirchner aus dem Jahre 1914, das zur Sammlung der Nationalgalerie gehört. Auch heute stehen die Architektur und die Angebotsfülle für diese ganz besondere Urbanität, die den Potsdamer Platz seit Beginn an auszeichnet.


Wo befindet sich Ihr Lieblingsort am Potsdamer Platz? Haben Sie eine Empfehlung oder Geheimtipp für unsere Leser?
Mein Lieblingsort ist der Tilla-Durieux-Park, das ist die Wiese an der Gabriele-Tergit-Promenade.

 

Vielen Dank für das tolle Gespräch und die interessanten Einblicke. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und vor allem viel Spaß auf der Berlinale 2018!



Zur offiziellen Website der Berlinale: https://www.berlinale.de/de/HomePage.html

Anne Marburger