Skulpturen

Künstlerische Akzente im Herzen Berlins

Bereits 1977 wurde die Daimler Art Collection begründet. Inzwischen umfasst die Sammlung etwa 2.600 Werke deutscher und internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Am Potsdamer Platz können Kunstinteressierte außergewöhnliche Skulpturen namhafter Kunstschaffender wie Keith Haring, Francois Morellet, Nam June Paik, Frank Stella, Mark di Suvero oder Auke de Vries bestaunen. Die überdimensionalen Kunstwerke sind auf dem gesamten Areal des Platzes installiert, sowohl im Freien als auch in Foyers, und teilweise öffentlich zugänglich. Jeden ersten Samstag im Monat bietet die Daimler Art Collection Führungen durch die eigenen Ausstellungsräume im Haus Huth (16:00 Uhr) sowie auf Anfrage zu den Skulpturen am Potsdamer Platz an.

Daimler Art Collection/Daimler Contemporary Berlin im Haus Huth, Alte Potsdamer Straße 5, 10785 Berlin

Das Daimler Contemporary ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei.
Aktuelle Ausstellungen und weitere Informationen unter: www.art.daimler.com

Francois Morellet – Light Blue, 1997

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Vincent Mosch

Blau leuchtende Argonröhren durchziehen das Atrium des von Renzo Piano entworfenen ehemaligen Daimler Financial Services Gebäudes bogenförmig, verlaufen über die gesamte Höhe der Mauern und über den Boden. „Light Blue“ ist ein Werk des zeitgenössischen französischen Künstlers François Morellet. Dieser ist bekannt für seine geometrischen Formen, die in die vorhandene Architektur eindringen und die Form eines Gebäudes brechen. Liebhaber der konkreten Kunst sollten sich einen Blick auf diese Installation nicht entgehen lassen. Die Besichtigung der Skulptur ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Standort: Daimler Financial Services, Atrium

Frank Stella – Prinz Friedrich Arthur von Homburg, General der Reiterei, 1999

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Vincent Mosch

Frank Stella vereint Aluminium, Stahl, Fieberglas und Kohlenstofffaser in der monumentalen Skulptur „Prinz Friedrich Arthur von Homburg, General der Reiterei“. Spiralartige, bemalte Aluminiumteile, gehalten von einer Konstruktion aus Stahlseilen und Trägern, scheinen sich ineinander zu winden. Stellas Skulptur erweckt den Eindruck zu schweben. Da Stella keinen Betrachterstandpunkt vorgibt, können Kunstinteressierte das beeindruckende Objekt von allen Seiten bewundern.

Die Skulptur Frank Stellas vertritt das Werk „Balloon Flower“ von Jeff Koons, das sich erst in Restauration befand und dann über Christie‘s versteigert wurde.

Standort: Marlene-Dietrich-Platz

Keith Haring – Untitled (Boxers), 1987

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Vincent Mosch

Der US-amerikanische Künstler Keith Haring gehörte zu den ersten, die Graffiti auf Leinwand brachten. Und genau diese Graffiti-Art machte ihn weltberühmt. Mitte der Achtzigerjahre begann Haring, seinen Stil auch auf Skulpturen zu übertragen – genauso auffällig, genauso bunt. Eine dieser Stahlskulpturen von Keith Haring steht seit 1998 auch auf dem Areal des Potsdamer Platzes. Auf abstrakte und spielerische Weise wird hier das Duell zweier Figuren mitten in Berlin inszeniert. „Untitled (Boxers)“ ist Teil einer ersten Gruppe plastischer Arbeiten, die Keith Haring 1987 in Deutschland schuf.

Standort: Marlene-Dietrich-Platz

Mark di Suvero – Galileo, 1996

Marc-di-Suvero_Galileo
Vincent Mosch

Seine Großplastiken, für die er Stahlträger verwendet, machten Mark di Suvero berühmt. Eine seiner raumgreifenden Skulpturen steht inmitten einer Wasseranlage am Potsdamer Platz. Trotz ihrer Ausmaße und Massivität wirkt „Galileo“ dynamisch – ganz als würden sich die T-Träger aus Eisen gegenseitig stützen. Mit diesem Werk nimmt Suvero Bezug auf den italienischen Universalgelehrten Galileo Galilei und dessen Überzeugung vom kopernikanischen Weltbild.

Standort: Eichhornstraße

Nam June Paik – Nam Sat, 1997/98

Nam-June-Paik_Nam-Sat

Der Videokünstler Nam June Paik, bekannt als „Vater der Medienkunst“, hat seine leuchtend bunte Lichtskulptur „Nam Sat“ speziell für den Eingangsbereich von Daimler Financial Services entworfen. Auch von der Straße ist die Neon- und Videoinstallation, bestehend aus Monitoren und Neonröhren, gut sichtbar. Die Bildschirme zeigen unter anderem Paiks eigene Video-Kompositionen sowie abstrakt-ornamentale Bilder in rhythmischer Abfolge. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Standort: Atrium Tower

Kontakt

Adresse

Skulpturen am Potsdamer Platz
– Alte Potsdamer Straße
– Marlene-Dietrich-Platz
– Eichhornstraße